Erfolgreiche Teilnahme an Delegationsreise nach Odense

Motiviert und ideengeladen blicken wir auf die Delegationsreise der gemeinsamen Beratungsinitiative zur Week of Health and Innovation nach Odense, Dänemark zurück. Vom 19. - 21. November 2019 haben sich insgesamt 21 sachsen-anhaltische Vertreterinnen und Vertreter aus Hochschulen, Unternehmen, Vereinen und öffentlichen Verwaltungen auf den Weg in die Region Süddänemark gemacht, um sich auf der größten Veranstaltung für Medizininnovationen des Landes über die neuesten Entwicklungen in der Prävention, Behandlung, Rehabilitation und Pflege zu informieren.

Die WHINN überzeugte unsere Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit einem spannenden und abwechslungsreichen Programm, das sich aus zahlreichen Expertenbeiträgen, Ausstellern, Workshops, Keynotes und Matchmaking zusammensetzte. Die zukunftsweisenden Schwerpunkte der diesjährigen Konferenz waren Themen wie:

  • Virtual Reality in der medizinischen Behandlung
  • Möglichkeiten der Digitalisierung in der häuslichen Pflege und Rehabilitation
  • datenbasierte Analysen für die personalisierte Medizin
  • und wie Roboter, künstliche Intelligenz und Drohnen

Abgerundet wurden die zwei Konferenztage durch hochinteressante Site Visits, die durch die gemeinsame Beratungsinitiative organisiert wurden, um zusätzliche Ideen und Input für die Mitreisenden zu liefern. So besuchten wir das CoLab Plug&Play, ein modernes Test- und Demonstrationslabor, das Unterstützung bei der Entwicklung, Prüfung und Zertifizierung von technologischen Gesundheitsprodukten bietet. Im CoLab können Patienten, Wissenschaftler, Ärzte, Pflegepersonal und Unternehmen in der Produktentwicklung zusammenarbeiten. Im Rahmen des zweiten Site Visits brachten wir die Teilnehmenden mit zwei Professoren der Fakultät für Sportwissenschaften und klinische Biomechanik der Universität Süddänemark zusammen. Neben Einblicken in die Forschungsansätze und Innovationen der Fakultät, die sich insbesondere mit robotergestütztem Training, Prävention und Rehabilitation befassen, war die geführte Tour durch das „Athletics Exploratorium“ der Universität, welches 2015 als weltbeste Outdoor-Trainingsstätte ausgezeichnet wurde, ein absolutes Highlight.

 

Week of Health

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer während der Konferenztage


Vor und während der Delegationsreise ist es uns gelungen, einige Stimmen und Meinungen unserer Teilnehmenden einzuholen:

Dr. Peter Gerth vom Industrielabor Biowerkstoffe der Hochschule Magdeburg-Stendal sagt: „Aktuell sind wir Partner in einem ZIM-Netzwerk, in dem es um die Themen Monitoring/Pflege geht. Auf der Netzwerktagung am 27.11.2019 konnte ich einige Anregungen, die sich durch die Teilnahme an der WHINN-Session „Home Based Healthcare“ ergeben haben, vorstellen und diskutieren. Großes Interesse fand auch das H2020 Projekt SAAM (Supporting Active Agening trough Multimodal coaching), das im Ausstellungsbereich der WHINN vorgestellt wurde. Wir haben vor (nach ersten Ergebnissen in ZIM-KOOP-Projekten, die sich aus dem Netzwerk ergeben) Kooperationen in diesem Bereich auf EU-Ebene aufzubauen. Hierfür waren auch Einblicke, die man am Rande der Konferenz (z. B. zum Gesundheitssystem in Dänemark) erhalten konnte wertvoll.“

Dr. Karsten Schwarz von der Translationsregion für digitalisierte Gesundheitsvorsorge der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg sagt: „Dänemark ist ein sehr gutes Vorbild für innovative Projekte im Kontext der Gesundheitsversorgung und den damit verbundenen positiven Auswirkungen auf die gesamte Region. Vergleichbare Innovationsprojekte setzen wir ebenfalls bereits im Kleinen um, perspektivisch wollen wir in Sachsen-Anhalt einen Leuchtturm für innovative Versorgung etablieren. In Dänemark finden wir erfahrene Partner zum Austausch, zur Diskussion und zur Einschätzung unserer Ideen und Konzepte. Wir möchten uns einerseits inspirieren lassen, andererseits aber auch ganz konkret Partner finden, mit denen wir im Rahmen ‚Horizon2020‘-Programm der Europäischen Union einen Forschungsantrag stellen können“

Erik Harnau vom Lehrstuhl für Arbeitswissenschaft und Arbeitsgestaltung der Otto-von-Guericke Universität Magdeburg: „Für mich war es eine erkenntnisreiche Delegationsreise nach Odense zur WHINN. In den diversen Fachvorträgen konnte ich mir einen Eindruck darüber verschaffen, wie in Dänemark die Digitalisierung der Kranken- und Altenpflege realisiert werden soll, inwiefern dort die gleichen Probleme bestehen wie in Deutschland und ob es dafür bereits innovative Lösungsansätze gibt. Das gewonnene Wissen kann ich in zukünftige Projekte an unseren ego.-INKUBATOR „AWI-Lab“ (Arbeitswissenschaftliches Labor) einfließen lassen und so die Labornutzer/-innen bestmöglich unterstützen. Über den fachlichen Teil hinaus konnten interessante Kontakte geknüpft werden, sowohl international als auch regional zu den anderen Delegationsteilnehmern, die in ihrer täglichen Arbeit zum Teil mit sehr ähnlichen Forschungsthemen konfrontiert sind. Durch ein Aufrechterhalten dieser Kontakte wird die Reise vermutlich auch noch nachhaltig einen Nutzen für mein eigenes Forschungsvorhaben beinhalten.“

Sabine Krause-Heisterkamp (Referatsleiterin für Grundsatzfragen, Europa, Innovation im Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration) betont die große Bedeutung der WHINN: „Für Sachsen-Anhalt mit der demografischen Entwicklung und den damit einhergehenden Herausforderungen der Versorgung einer immer älter werdenden Bevölkerung sind Innovationen im Gesundheitsbereich von entscheidender Bedeutung. Daher lohnt ein Blick nach Dänemark als Vorreiter von technischen Entwicklungen und neuen Interaktionsformen im Gesundheitswesen. Die WHINN in Odense bietet eine hervorragende Plattform, um sich beispielsweise über Themen wie Digitalisierung im Gesundheitswesen und im Pflegebereich auszutauschen, Kontakte zu anderen Ländern innerhalb und außerhalb Europas zu knüpfen und voneinander zu lernen.“

Mit dieser Delegationsreise ist es uns gelungen, sowohl sachsen-anhaltische Gesundheitsakteure untereinander zu vernetzen als auch eine Reihe guter und vielversprechender Kontakte zu internationalen Akteuren zu knüpfen und erste gemeinsame Projektoptionen zu identifiziert, die einen Baustein für die zukünftige Zusammenarbeit beider Regionen im Gesundheitswesen bilden können.

 

Organisiert wurde die Reise von der gemeinsamen Beratungsinitiative, die sich aus EU-Hochschulnetzwerk, dem Enterprise Europe Network sowie der EU Service-Agentur Sachsen-Anhalt zusammensetzt.

Letzte Änderung: 16.12.2019 - Ansprechpartner: Kontakt